7. Zustandekommen des Kaufvertrags

7. Zustandekommen des Kaufvertrags

7.1 Jedes Gebot in Bezug auf eine Ware stellt ein Angebot zum Abschluss eines Kaufvertrages dar und ist daher rechtsverbindlich. Der Kaufvertrag über eine angebotene Ware kommt mit erfolgtem Zuschlag zustande. Der Zuschlag verpflichtet zur Zahlung des Kaufpreises und zu Abnahme der Ware.

7.2 Gebote müssen für ihre Wirksamkeit den von Auctionata festgesetzten Steigerungsstufen entsprechen. Die tabellarische Aufstellung der von Auctionata festgesetzten Steigerungsstufen stellt einen integrierten Bestandteil dieser Geschäftsbedingungen dar. Sofern ein Gebot nicht den von Auctionata tabellarisch festgesetzten Steigerungsstufen entspricht, ist Auctionata berechtigt, das Gebot für dessen Wirksamkeit zur nächstniedrigeren Steigerungsstufe abzurunden.

7.3 Für die Berücksichtigung von Geboten gilt das Prioritätsprinzip, d.h. es wird bei gleich hohen Geboten stets das zeitlich frühere berücksichtigt. Bei zeitgleich abgegebenen gleich hohen Geboten entscheidet das Los welches Gebot Vorrang hat.

7.4 Auctionata ist berechtigt, einen erteilten Zuschlag wieder aufzuheben und die Versteigerung bezüglich der Ware weiterzuführen, wenn Zweifel an der Person oder Identität des Erklärenden oder sonstige Zweifel über den Zuschlag bestehen. Zeigt sich nach dem Zuschlag, dass der Kaufvertrag mit dem Höchstbieter aufgelöst wird, weil er beispielsweise nicht in der Lage ist, den ersteigerten Gegenstand zu bezahlen, ist Auctionata im eigenen Ermessen berechtigt, die Ware dem Unterbieter zu dem von ihm zuletzt gebotenen Preis schriftlich (per E-Mail genügt) anzubieten. Auctionata ist an das Angebot fünf Tage gebunden. Die Annahme des Angebots muss schriftlich per Fax, E-Mail, Brief oder telefonisch geschehen.

7.5 Der Zuschlag erfolgt nachdem der Auktionator „Höchstgebot zum Ersten…, Höchstgebot zum Zweiten…, Höchstgebot zum Dritten…“ gezählt hat. Beim Zählen wird der aktuelle Kaufpreis durch den Auktionator genannt. Der Auktionator erteilt den Zuschlag, wenn nach dreimaligem Wiederholen des Höchstgebotes kein Übergebot abgegeben wurde.

7.6 Auctionata ist berechtigt, im eigenen Ermessen Gebote des Bieters während der Versteigerung, bei denen Gründe für die Annahme eines Mangels der Ernstlichkeit vorliegen, abzulehnen sowie Bieter aufzufordern, erst Waren zu bezahlen, die sie bereits erworben haben oder eine Anzahlung zu leisten, bevor sie auf weitere Waren bieten können.

7.7 Der Bieter bietet und kauft in eigenem Namen und auf eigene Rechnung. Er kann sich allerdings nach schriftlicher Bekanntgabe (E-Mail, Fax oder Brief) von einem Stellvertreter vertreten lassen.

7.8 Die Waren werden in dem Zustand angeboten und versteigert, in dem sie sich beim Zuschlag befinden.

7.9 Auctionata ist berechtigt, einen sogenannten „Zuschlag unter Vorbehalt“ zu erteilen, wenn das höchste Gebot in Bezug auf eine Ware unterhalb eines vom Einlieferer eventuell vorgegebenen Mindestverkaufspreises für die Ware („Limit“) liegt. Bei einem „Zuschlag unter Vorbehalt“ handelt es sich nicht um einen Zuschlag nach Ziffer 7.1 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen, sondern die Wirksamkeit des Kaufvertrags hängt von der aufschiebenden Bedingung ab, dass der Einlieferer dem Verkauf binnen einer Frist von 8 (acht) Tagen nach der Auktion zum Zuschlagspreis zustimmt. In diesem Zeitraum bleibt der Bieter an sein Gebot gebunden; wenn der Einlieferer also zustimmt, kommt ein Kaufvertrag zu dem Zuschlagspreis zustande. Wenn der Einlieferer dem Verkauf zum Zuschlagspreis nicht binnen vorstehend genannter Frist zustimmt, ist kein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen. Sofern ein Mindestverkaufspreis bezüglich einer Ware vom Einlieferer vorgegeben wurde, wird Auctionata die Ware spätestens bei Beginn der Auktion auf der jeweiligen Produktseite gesondert mit dem Texthinweis „Limit“ kennzeichnen.