Vita

Überblick

  • Mehr als 10 Jahre Erfahrung als Expertin für mittelalterliche Skulptur
  • Autorin zahlreicher wissenschaftlicher Aufsätze und Publikationen
  • Ausbildung am Badischen Landesmuseum in Karlsruhe, am Historischen Museum in Bamberg und am Museum Schnütgen in Köln
  • Unabhängige Gutachterin für die katholische Kirche, das Amt für Denkmalpflege und für Restauratoren
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Wir möchten Ihnen Ludmila Kvapilová vorstellen, Auctionata Expertin für die Kategorien Sakralkunst ebenso wie Mittelalterliche und Renaissance Holz Skulpturen.

Bereits in ihrer Kindheit entdeckte Ludmila Kvapilová ihre Begeisterung für die Kunst und Architektur des Mittelalters. Ihr Vater interessierte sich insbesondere für mittelalterliche Burgen und geheimnisvolle Ruinen und nahm seine Tochter regelmäßig mit auf Erkundungsreisen. Durch das Reisen entfachte sich ihre Leidenschaft für Kunst, und so lag das Studium der Kunstgeschichte für die Expertin nicht fern.

Während ihrer Studienzeit wurde für sie schnell deutlich, dass ihre Begeisterung für die dreidimensionale Kunst der Bildhauerei ihr Interesse für die zweidimensionalen Gattungen bei Weitem überstieg. Insbesondere Skulpturen aus Stein und Holz ließen das Herz der Expertin höherschlagen, und so spezialisierte sie sich bald erfolgreich auf dieses Fachgebiet der Kunstgeschichte. Noch als Studentin erhielt sie ihre ersten Aufträge von der katholischen Kirche, dem Amt für Denkmalpflege oder auch von Restauratoren, um skulpturale Objekte zu begutachten.

Die Spezialisierung auf mittelalterliche Skulptur entschied sich für Ludmila Kvapilová schließlich während ihres Studiums in Prag, wo sie die Seminare des renommierten Kunsthistorikers für mittelalterliche Skulptur, Prof. Jaromír Homolka, besuchte. Die schönen Madonnen und Vesperbilder, die am Ende des 14. Jahrhunderts in Werkstätten der Kaiserlichen Prager Dombauhütte entstanden, faszinierten die Expertin so sehr, dass sie ihnen auf Forschungsreisen durch Österreich und Deutschland einfach hinterherreiste.

Ihre ausgedehnten Forschungsreisen durch den süddeutschen Raum veranlassten die Expertin zum Verfassen zweier Bücher sowie zahlreicher Aufsätze über spätgotische Skulpturen wie beispielsweise den Aufsatz „Madonna Colli im Liebieghaus in Frankfurt am Main“, veröffentlicht 2014 in dem Ausstellungskatalog „Das Konstanzer Konzil“, und die monografische Studie „Die Steinskulptur um 1400 in der Oberpfalz“, die in den „Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg“ 2010 publiziert wurde.

Zu ihren bedeutendsten Entdeckungen gehört eine überlebensgroße Madonnenskulptur, die Ludmila Kvapilová im Depot des Tiroler Landesmuseum in Innsbruck entdeckte und zu deren korrekter Zuschreibung zu einem mittelfränkischen Bildhauer sie maßgeblich beitrug. Der Artikel „Aus einer Hand. Die Madonna im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum“ erschien 2009 in „Wissenschaftliches Jahrbuch der Tiroler Landesmuseen“.

Ebenso wie eine der frühesten Christus-Salvator-Darstellungen, die sie bei den Ausgrabungen am Gelände des Minoritenklosters in Regensburg begutachten durfte. Die Skulptur stellte sich während der Begutachtung als ein selten überliefertes nonfinito, also als eine verworfene Skulptur, der Regensburger Dombauhütte, heraus.

Ludmila Kvapilová lebt und arbeitet in Berlin.