16. Gefahrtragung, Abholung, Lieferung

16. Gefahrtragung, Abholung, Lieferung

16.1 Die bei Auctionata im Wege der öffentlich zugänglichen Versteigerung (vgl. Ziff. A.1.3. dieser AGB) gekaufte Ware steht für den Käufer am Ort der Versteigerung zur Abholung bereit. Es besteht Holschuld. Als Abholtermin gilt der Termin, an dem die dem Käufer gesetzte Zahlungsfrist von 7 Tagen ab Zuschlag abläuft; für die Fristberechnung gilt § 193 BGB. Ab diesem Zeitpunkt geht alle Gefahr, insbesondere die Gefahr des zufälligen Untergangs des Gegenstandes, auf den Käufer über, sofern der ersteigerte Gegenstand diesem nicht vorher gegen Zahlung ausgehändigt wurde. Allfällige Leistungen, die Auctionata aus einer gegen den Untergang der Sache abgeschlossenen Versicherung zustehen, tritt Auctionata mit Wirkung des Gefahrübergangs an den Käufer ab.

16.2 Die Abholung der Ware hat zu dem in Ziff. 16.1 bestimmten Termin zu erfolgen, soweit die Parteien nicht übereinstimmend eine abweichende Vereinbarung getroffen haben. Eine Abholung ist erst möglich, wenn die Ware bezahlt wurde. Dafür gilt der Tag des Kontoeingangs bei Auctionata. Eine Barzahlung bei Abholung ist möglich, wenn der Käufer sich mit seinem Ausweis legitimiert. Schickt der Käufer einen Stellvertreter, um die Ware abzuholen, muss er dies per Brief, Fax oder E-Mail zuvor ankündigen und der Stellvertreter hat sich durch Vollmacht und Identitätsnachweis zu legitimieren.

16.3 Wenn der Käufer eine Versendung der Ware verlangt, dann gilt als Zeitpunkt des Gefahrübergangs ebenfalls der in Ziff. 16.1 genannte Zeitpunkt des Ablaufs der Zahlungsfrist. Es gilt auch hier der Tag des Kontoeingangs bei Auctionata. Allfällige Leistungen, die Auctionata aus einer gegen den Untergang der Sache abgeschlossenen Versicherung zustehen, tritt Auctionata auch in diesem Fall mit Wirkung des Gefahrübergangs an den Käufer ab.

16.4 Ist der Käufer Unternehmer, hat er die Ware unverzüglich bei Abholung bzw. im Falle der Versendung unverzüglich nach der Ablieferung zu untersuchen und, wenn sich ein Mangel zeigt, diesen Auctionata unverzüglich anzuzeigen. Unterlässt der Käufer die Anzeige, so gilt die Ware als genehmigt, es sei denn, dass es sich um einen Mangel handelt, der bei der Untersuchung nicht erkennbar war (§ 377 HGB). Zeigt sich später ein solcher Mangel, so muss die Anzeige unverzüglich nach dessen Entdeckung gemacht werden; anderenfalls gilt die Ware auch in Ansehung dieses Mangels als genehmigt (§ 377 Abs. 3 HGB).