Ist Kunst ein gutes Investment,
Alexander Zacke?

Der globale Kunstmarkt ist in 2011 auf 46,1 Milliarden Euro angewachsen, das Transaktionsvolumen ist um fünf Prozent auf 36,8 Millionen Euro gestiegen. Haupttreiber waren die anziehenden Kunstkäufe auf dem chinesischen Auktionsmarkt sowie steigende Verkäufe im Bereich der Bildenden Kunst im Vergleich mit Dekorativer Kunst (Quelle: tefaf, 2012).

Aber warum sollte man in Kunst investieren, Alexander Zacke? Glauben Sie, dass Kunst als Investition, zumal in wirtschaftlich angespannten Zeiten, auch unerfahrene Käufer anlockt?

A.Z.: „Zunächst einmal ist Kunst der einzige Genußartikel, den man verbrauchen kann, ohne dass er an Wert verliert. Mehr denn je steht Kunst im Fokus von Investmentbanken und potenziellen Anlegern. Das Internet spielt eine fundamentale Rolle, was die Herstellung von Transparenz im Kunstmarkt angeht. Die allgemeine Zugänglichkeit von Informationen über den bisher intransparenten und zersplitterten Kunstmarkt, führt zu mehr Berechenbarkeit – für Käufer und für Verkäufer. Waren früher 30 – 35 Prozent Abschlag beim Verkauf eines Kunstwerks Standard, so sorgt das Internet dafür, dass Verhandlungen über Preise nicht mehr nur in Hinterzimmern der Händler stattfinden, sondern der interessierte Käufer sich auch über andere Kanäle vertrauenswürdige Informationen über sein begehrtes Objekt besorgen kann. Übrigens gilt dies nicht nur für den Verkauf eines Objekts, sondern bereits, wenn es darum geht herauszufinden, ob die eigenen Schätze eigentlich von dauerhaftem Wert sind“.